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Home - Rückblicke und Bilder - Dienstjubiläum & KiTec-Vertrag mit Fa. Bosch

40jähriges Dienstjubiläum von Rektorin Szirniks &

Unterzeichnung des KiTec-Vertrages mit Fa. Bosch

Artikel aus der HN-Stimme von 07.02.2011

Stillstand ist nicht ihr Ding

Von Stefanie Pfäffle

Untereisesheim - 40 Dienstjahre, das erlebt Schulamtsleiter Wolfgang Seibold nur selten. "Meistens wird die Hochschulzeit mit einberechnet", erzählt er. Bei dem ungewöhnlichen Lebenslauf von Elisabeth Szirniks ist das überhaupt nicht notwendig. Die Rektorin der Grundschule Untereisesheim erhielt jetzt in einer kleinen Feierstunde ihren offiziellen Dank vom Land.

In Wattenscheid geboren, weiß die dritte von sieben Töchtern überhaupt nicht, was sie nach ihrem Realschulabschluss machen will. Damit sie nicht, wie vom Vater angedroht, in der "Töpfchenfabrik" endet, geht sie zunächst auf die Frauenfachschule in Schalke. Sie entscheidet sich, Erzieherin zu werden. Es folgen ein Hort im sozialen Brennpunkt Essens, ein Kindererholungsheim im Harz. Später landet sie als Kindergartenleiterin in Stuttgart: "Damals war jede Gruppenleiterin gleich Kindergartenleiterin."

Büffeln
"Aus dieser Zeit aber haben Sie sich ihr Herz für die Kinder bewahrt, die keinen so leichten Einstieg ins Leben haben", stellt Seibold fest. Szirniks merkt, die älteren Kinder liegen ihr doch mehr. Eineinhalb Jahre lang büffelt sie für die Eignungsprüfung, besteht und studiert fortan an der Pädagogischen Hochschule in Esslingen. "Mein Hauptfach war Hauswirtschaft, dabei koche ich bis heute nicht gerne." Zusätzlich entscheidet sie sich für Deutsch und evangelische Religion.

Es folgt das Referendariat in Bühlertann, dann verschlägt es die junge Lehrerin ins Unterland. "Ich gehörte zum ersten großen Entlassungsjahrgang und hatte mich schon schulfremd beworben, als an einem Freitag der Anruf kam." Am Montag darauf fängt sie in Oedheim an. Zwei Jahre später wechselt sie an die Johannes-Häußler-Schule in Neckarsulm, wo sie 15 Jahre lang bleibt. Hier landet sie endlich in der Grundschule, wo sie sich besonders wohl fühlt. Die Lehrerausbildung wird zu ihrem Steckenpferd. Nach sechs Jahren als Konrektorin in Amorbach zieht es sie 2002 nach Untereisesheim. "Ich wollte meine letzten Dienstjahre an einer reinen Grundschule verbringen."

Unterricht
Den Schritt vom Kindergarten in die Schule hat sie nie bereut. "Ich würde heute wieder Lehrerin werden, weil Kinder so offen und ehrlich sind, und es spannend ist, mit den Begabungen umzugehen", schwärmt sie. Vor allem die 20 Stunden Unterricht sind ihr wichtig, nur verwalten wäre nichts für sie.

Dabei bewegt sie auch dort viel, wie Konrektor Wieland Ullmann auflistet. Fortbildungen, die Öffnung nach außen, Kooperationen mit Vereinen und Firmen, die erste Pilotschule der Medienoffensive und erst 2009 die Fremdevaluation stehen auf der Habenseite. "Langweilig wird es mit ihr nie." Als letztes großes Projekt steht nun der Schul umbau an, bevor Elisabeth Szirniks Ende des kommenden Schuljahres in den Ruhestand geht.